Hotfile verklagt WarnerBrothers

Man glaubt es kaum: Filehoster Hotfile.com verklagt den Unterhaltungsgigangen WarnerBros. wegen übermäßiger Verwendung des Hotfile-eigenen Dateienlöschprogramms.

Hotfile lässt verlauten, dass Warner die Löschzahlen künstlich nach oben gepusht hat, indem man auch Dateien löschen ließ, die nicht unter Kopierschutz oder Urheberrecht standen - teilweise sogar Open Source Dateien.

Diese Zahlen benutzte WarnerBros. dann in seiner Klageschrift gegen Hotfile, indem man die enorme Zahl der Löschungen als Indiz für die große Zahl der Rechtsübertretungen seitens Hotfile nutzte.

Vor Gericht fordert Hotfile nun vor allem Schadensersatz für die zu unrecht gelöschten Dateien. Diese Forderung ist insofern interessant als dass man sich überlegt wodurch Schaden entstanden ist. Der Vertrauensverlust in Hotfile? Sicher nicht übermäßig hoch. Sentimentaler Wert? Fehlanzeige. Richtig Geld haben die nicht gekauften Premiumaccounts gekostet. Hotfile verdient mit sogenannten Premiumaccounts sein Geld. Diese Accounts haben besondere Vorrechte, beispielsweise eine höhere Downloadgeschwindigkeit, parallele Downloads oder keine Wartezeit vor dem Beginn des selbigen.

Und wer kauft solche Premiumaccounts jetzt? Sicher nicht der Cousin dem die Urlaubsbilder mittels Hotfile geschickt wurden. Auch nicht der Hobbyfilmer, der sich eine auf Hotfile hochgeladene Open Source Videobearbeitungsapp downloaden wollte. Premiumaccounts kaufen sich jene, die Hotfile exzessiv mit großen Mengen an Daten nutzen - und das sind die sogenannten "Raubmordkopierer" - man könnte auch Filesharer sagen.

Wie auch immer - dieser Fall wird sicherlich nicht ohne öffentliches Interesse verfolgt werden, wenn man bedenkt wie viele "illegale" Downloads auf One-click Hostern wie Uploaded.to, Rapidshare, Megaupload oder Hotfile getätigt werden.

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