E-Books Kostenlos Downloaden wird zum Trend

Immer mehr Internetnutzer lesen Bücher und Zeitungen über elektronische Geräte wie etwa das iPad oder Amazons "Kindle". Diese Bücher und Zeitungen werden im Web schlicht "ebooks" also "elektronische Bücher" genannt.

Das Ergebnis einer aktuellen Studie ist daher nicht so sehr überraschend, wenn man bedenkt dass auch im Internet die Gesetze von Angebot und Nachfrage gelten. Der Bundesverband des deutschen Buchhandels hat in seiner Analyse ermittelt, dass rund 60% aller deutschen eBooks illegal gedownloadet werden. Dabei kann man nicht sagen, dass das eBook legal ist weil man bezahlt hat oder dass es illegal ist weil es kostenlos war.

In absoluten Zahlen werden die illegal beschafften eBooks auf rund 6 Millionen Exemplare im letzten Jahr geschätzt. Verständlich dass die Buchbranche diesen Verlust nicht weiters tragen möchte. Dass ein großer Teil wichtiger Entscheidungsträger in Deutschland jedoch keinerlei Ahnung von Besonderheiten und Charakteristika des Internets hat, ist jedoch ebenso aufdringlich. GVU, BVM und Buchhandel fordern nun Gesetze über "Warnhinweise" die auf illegale Angebote hinweisen. Unnötig zu erwähnen ist, dass dies zum einen unmöglich, zum anderen bereits existent ist!

Unmöglich deshalb, weil ein Seitenbetreiber, dessen Server in Sierra Leone oder auf irgendeinem Atoll des Pazifik steht, keinerlei Motivation haben wird, einen Button zu platzieren der effektiv Besucher, letztlich also Geld kostet.

Auf der anderen Seite ist dieses "System" jedoch bereits existent. Mit dem Firefox Addon WOT (Web of Trust) ist es möglich, Seiten zu bewerten und ggf. vor ihnen zu warnen. Ruft man nun eine Website auf gleicht WOT diese Adresse mit seiner Datenbank ab. Gab es eine Menge negativer Kommentare oder Warnhinweise so fragt WOT noch einmal nach, ob man tatsächlich auf diese Seite möchte.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass man aufpassen sollte, wo man runterlädt: Viren, Trojaner und andere Schädlinge sind weiter verbreitet als man denkt. Außerdem muss festgestellt werden, dass Downloader in der Regel nichts zu befürchten haben, da Websites und Daten im außereuropäischen Ausland lokalisiert sind.

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